– Körperliche Stärke und Gesundheit: Regelmäßige Bewegung stärkt Muskelkraft, Flexibilität und Ausdauer, fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit, reguliert die Durchblutung und senkt das Risiko von Druckstellen. Sie unterstützt die Gewichtserhaltung und das allgemeine Wohlbefinden.
– Psychische Gesundheit und Selbstwertgefühl: Bewegung setzt Endorphine frei, baut Stress ab, verbessert die Stimmung und lindert Depressionen. Erfolge stärken Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.
– Soziale Interaktion: Mannschaftssport oder Gruppenaktivitäten bieten die Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen und soziale Netzwerke zu erweitern, was die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben fördert.
– Unabhängigkeit: Sport ermöglicht es Menschen, ihre Grenzen auszutesten und körperliche Fähigkeiten zu verbessern, wodurch alltägliche Aufgaben leichter werden.
– Selbstwertgefühl: Für Menschen mit Behinderungen geht Sport über körperliche Aktivität hinaus und stärkt Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Sport befähigt Menschen, Grenzen zu überschreiten und eine aktivere Präsenz in der Gesellschaft zu fördern.
*Rollstuhlsport und -übungen
Es gibt zahlreiche Sportarten und Aktivitäten, an denen Rollstuhlfahrer sowohl allein als auch im Team teilnehmen können.
Mannschaftssportarten:
– Rollstuhlbasketball: Eine bedeutende Sportart bei den Paralympischen Spielen, die Schnelligkeit, Strategie und Teamwork erfordert.
– Rollstuhlrugby (Quad-Rugby): Diese Kontaktsportart, auch „Murderball“ genannt, fokussiert die Oberkörperkraft und wird auf vier Rollstühlen gespielt.
– Boccia: Ein strategisches Spiel, bei dem es darum geht, einen Ball in die Nähe eines Ziels zu werfen, speziell für Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen entwickelt.
Einzelsportarten und -aktivitäten:
– Paralympisches Schwimmen: Ein hervorragendes Ganzkörpertraining, das Gelenke und Muskeln schont und verschiedene Wettkampfstile bietet.
– Rollstuhltennis: Diese vom Internationalen Tennisverband (ITF) anerkannte Sportart erfreut sich wachsender Beliebtheit.
– Rollstuhlrennen: Teil der Leichtathletik, bei dem verschiedene Distanzen auf speziellen, leichten Rennstühlen zurückgelegt werden.
– Adaptives Radfahren: Erleben Sie die Freude am Radfahren mit Handbikes oder speziell angepassten Fahrrädern.
– Yoga und Meditation: Diese Übungen verbessern Gleichgewicht, Flexibilität und die Verbindung zwischen Körper und Geist, viele lassen sich im Sitzen durchführen.
– Heimtraining: Viele körperliche Aktivitäten können zu Hause ohne Fitnessstudio ausgeführt werden. Der Fokus liegt auf Oberkörperkraft, Rumpfmuskulatur und Flexibilität mit Widerstandsbändern, leichten Gewichten oder dem Rollstuhl selbst.
Wichtige Punkte
Konsultieren Sie vor Beginn eines Sport- oder Trainingsprogramms unbedingt einen Arzt oder Physiotherapeuten. Experten empfehlen geeignete Sportarten und helfen bei der Entwicklung eines sicheren Programms.
– Passende Ausrüstung: Ein hochwertiger, langlebiger und spezifischer Rollstuhl trägt entscheidend zu Leistung und Sicherheit bei.
– Aufwärmen und Abkühlen: Vor dem Training sind Aufwärmübungen wichtig, gefolgt von Abkühl- und Dehnübungen zur Entspannung.
– Auf den Körper hören: Brechen Sie das Training sofort ab, wenn Sie Schmerzen, übermäßige Müdigkeit oder Kurzatmigkeit verspüren. Auf die Signale Ihres Körpers zu hören, hilft, Verletzungen vorzubeugen.
Sport bietet Rollstuhlfahrern bereichernde körperliche und psychische Vorteile. Finden Sie die Sportart, die zu Ihnen passt, und legen Sie los.